Immer wieder sorgen die unterschiedlichen Begriffe im Projektmanagement für Verwirrung. Da gibt es Normen, Standards und Ansätze. Aber was ist was? Diese Übersicht soll ein wenig Klarheit  verschaffen.

ICB (IPMA Competence Baseline)

In der Version ICB 4.0 ist sie der  Standard des Projektmanagementverbandes IPMA – „International Project Management Association“

Die ICB bildet die Basis für die Anforderungsprofile der Personenzertifizierung. In ihr werden die Kompetenzprofile für alle Level des IPMA 4-L-C-Zertifizierungsverfahrens genannt und beschrieben, die im Rahmen der Personenzertifizierung geprüft werden. Das Standardwerk in Deutschland ist der „Projektfachmann“, der in Zusammenarbeit zwischen GPM und RKW entstanden ist.

Zur IPMA gehören in

Deutschland die GPM – “Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement“
Österreich die PMA „Projektmanagement Austria“
Schweiz die spm Schweizerische Gesellschaft für Projektmanagement
USA die asapm “American Society for the Advancement of Project Management”
Großbritannien die APM “Association for Project Management”

PMBoK (Project Management Body of Knowledge)

Der PMBok in der Version 6 des PMI, Project Management Institute aus den USA, ist ein  „Lexikon der best practice“ zum Thema Projekt-Management. Geglieder ist das Werk in Prozessgruppen und Wissensgebiete.

Der PMBoK Guide dient als Grundlage für die Zertifizierung zum Project Management Professional (PMP) und für die Eingangslevel-Zertifizierung Certified Associate in Project Management (CAPM).

Zur PMI gehören in Deutschland pmi-german-chapters.de/

Project Management Institute, Berlin/Brandenburg Chapter (PMI)
Project Management Institute, Frankfurt Chapter (PMI)
Project Management Institute, Köln Chapter (PMI)
Project Management Institute, Southern Germany Chapter e.V. 

Informationen über die regionale Aufteilung der 4 PMI Chapter unter dem gemeinsamen Auftritt der German Chapter

Österreich
Project Management Institute, Austria Chapter (PMI)

Schweiz
Project Management Institute, Switzerland Chapter (PMI)

PRINCE2 (Projects in Controlled Environments)

Die Version 2 erschien 1996 und ist Eigentum der britischen Regierung, namentlich des Office of Government Commerce (OGC). Eine überarbeitete Ausführung wurde 2009 veröffentlicht.

Die Abkürzung bedeutet „Projects in Controlled Environments“, auf deutsch: „Projekte unter Kontrolle“. Prince2 sagt nicht was man alles in einem Projekt tun könnte, sondern ist eine Methode, die in einem Projekt festlegt, was zu tun ist. Es wird sich auf in der Praxis bereits bewährte Verfahren gestützt.

Es gibt 2 Zertifizierungslevel, Foundation und Practitioner. Die APMG Ltd. betreibt weltweit das Ausbildungs- und Zertifizierungsgeschäft aller OGC-Methoden; dazu zählen Prince2, Itil, MSP für das Programm-Mangement und MoR für das Risiko-Management.

APMG International

PRINCE2 ® Deutschland e.V.
Information zu Prince2

DIN und ISO

Folgender Auszug von Normen finden Anwendung im Projektmanagement:

DIN (Deutsches Institut für Normung)

* DIN 69900 Netzplantechnik
* DIN 69901-1 Projektmanagementsysteme – Grundlagen
* DIN 69901-2 Projektmanagementsysteme – Prozesse
* DIN 69901-3 Projektmanagementsysteme – Methoden
* DIN 69901-4 Projektmanagementsysteme – Daten
* DIN 69901-5 Projektmanagementsysteme – Begriffe
DIN-Fachbericht ISO 10006 „Leitfaden für Qualitätsmanagement in Projekten“

ISO (Internationale Organisation für Normung)

* ISO 10007 „Konfigurationsmanagement“
* ISO 10006 ist eine Qualitätsmanagementnorm und enthält den Leitfaden für Qualitätsmanagement in Projekten, aufgebaut wie die ISO 9001.
* ISO 21500 wurde 2016 als DIN ISO 21500:2016-02 in Deutschland akzeptiert

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