Was hat mir das gebracht?

letzte Änderung am 30/11/2021

erstellt am 05/06/2012

Bringt mir eine Ausbildung im Bereich Projektmanagement überhaupt etwas?

Diese oder ähnliche Fragen werden in den verschiedensten Foren bzw. Netzwerken immer wieder diskutiert. Dabei gehen die Meinungen teilweise sehr stark auseinander. 

Wie sehen Sie das? Ist Ihrer Meinung nach eine Ausbildung für eine gute Projektarbeit  nötig?

Sie haben bereits eine Ausbildung abgeschlossen? Was hat Ihnen ihre Ausbildung gebracht? Und auf was sollte man bei der Auswahl der Ausbildung achten?

Teilen Sie uns Ihre Meinung bzw. Erfahrungen mit. 

Vielen Dank im Voraus sagt Ihnen 

René Winter

Arbeitet als Berater, Coach und Trainer mit den Schwerpunkte
Projektmanagement, Prozessmanagement, Russischer Markt und Existenzgründung, Kommunikation, MindManager, MS Project,

  • Also ich denke schon das sich die Ausbildung gelohnt hat. Man arbeitet selbst viel strukturierter und das nicht nur in seinem Fachgebiet.

    Mir hilft es auch sehr bei der täglichen Arbeit. Wobei ich dazu sagen muss ohne Begleitung gleich großes Projekt leiten würde ich mir noch nicht trauen.

    Der Erfahrungsaustausch im Unterricht ist sehr hilfreich und bringt das Thema nicht so trocken rüber.

  • Ja!! Eine solche Ausbildung ist notwendig und sinnwoll. Meiner Meinung nach teilt sich eine „Projektleiter-Ausbildung“ in 2 Teile auf, die wir bei unserem Seminar in Erfurt wirklich gut und umfangreich behandelt haben.

    Zum einen haben wir uns ein umfangreiches Methodenwissen angeeignet. Ohne dieses Methodenwissen ist eine ordentlich Projektabwicklung kaum möglich. Nur wenige dieser Methoden waren mir vor der Ausbildung bekannt. Mit der Ausbildung haben wir diese „Handwerkzeuge“ nun bekommen.

    Ein weiterer wichtiger Teil der Ausbildung, den wir ebenfalls gut behandelt haben, bezieht sich auf das Thema Soft Skills, d.h. auf das Thema „Mensch“.

    Wir haben erkannt, dass Methodenwissen allein nicht ausreicht. Der richtige Umgang mit Kollegen und anderen Personen wirkt sich ebenfalls stark auf den Projekterfolg aus.

    Somit haben wir das Ziel erreicht, dass wir strukturierter an ein Projekt herangehen können und dass wir daür sensibilisiert sind, wie man mit dem richtigen Umgang mit Menschen mehr aus seinem Projekt machen kann.

  • Tatsächlich musste ich über die Antwort auf diese Frage eine ganze Weile nachdenken. Nicht etwa weil ich sie nicht beantworten kann. Viel mehr denke ich stellt man sie sich nicht mehr, sobald man eine solche Ausbildung hinter sich gebracht hat. Das Gelernte hat sich wie selbstverständlich in meine tägliche Arbeit und meine Herangehensweise an Probleme und Unwegsamkeiten im Projektalltag eingefügt, dass ich nicht mehr darüber nachdenke, sondern danach handele.
    Ich fühle mich in erster Linie sehr produktiv und kann Ausnahmesituationen mit der notwendigen Gelassenheit angehen, die es braucht um nicht in Panik dumme oder überhastete Entscheidungen zu fällen. Interessant ist, und deswegen wird die Frage nach dem Nutzen einer Ausbildung im Bereich Projektmanagement sicher häufiger gestellt, dass ich vorher keineswegs das Gefühl hatte unproduktiv oder unbesonnen zu sein. Erst während der Ausbildung habe ich gelernt, dass vieles was man häufig als gegeben hinnimmt (man denke an Projekt, die scheinbar kein Ende nehmen wollen und keiner weiß so genau wieso eigentlich) Ursachen hat mit denen man aktiv umgehen kann bzw. die man von vornherein vermeiden kann.
    Es gab so viele Aha-Momente während der Seminare in denen ich die theoretischen Inhalte direkt Erfahrungen aus der Vergangenheit zuordnen konnte. Damit war es einfach den unmittelbaren Nutzen zu erkennen und nicht zu denken, dass alles was man gerade hört trockene, praxisferne Theorie ist.
    Würde ich den Kurs noch einmal machen? Ein klares Ja. Würde ich ihn anderen empfehlen, die in diesem Umfeld tätig sind? Auf jeden Fall.

  • Ich habe meine Ausbildung für Projektmanagement über eine Weiterbildung bei der IHK gehabt. Sie war wesentlicher Teil des Abschlusses. Mittlerweile ist das über 10 Jahre her. Jedoch haben mir die Skills die ich durch den Kurs erhalten habe, bis heute sehr geholfen. Vor der Ausbildung hatte ich nur rudimentäre Erfahrungen und meist nur als Projektmitarbeiter. Durch den Kurs wurde mir das nötige Werkzeug und Verständnis an die Hand gegeben, wie man Projekte plant, strukturiert, priorisiert, durchführt und nachhält. Welche Methoden kann man in welchen Projekten anwenden und was macht die wichtigste Komponente eines Projektes, der Mensch, aus?

    Diese Skills halfen mir nicht nur bei Projekten und Taskforces sondern auch im Tagesgeschäft die Strukturen meiner Aufgaben besser zu ordnen und zu priorisieren.

    Unser damaliger Dozent konnte den theoretischen Teil sehr gut mit praktischen Beispielen untermauern. Dadurch waren die Inhalte viel greifbarer, als diese nur mit einem „Lehrbuch“ zu erarbeiten.

    Heute arbeite ich in einem Konzern bei dem Projekte zu Squads und das Wasserfallmodel zu SCRUM und OKRs (agil) wurden. Dennoch hilft mir die Projektausbildung, da die Skills wie Priorisierung, Strukturen, Aufgabenverantwortung, etc. auch im agilen Kontext benötigt werden.

    Was ich ebenfalls im Konzern erlebe, die klassischen Projekte fallen durch Scrum & co. nicht weg. Sie ergänzen sich und fügen sich da ein, wo sie sinnvoller sind. Das zeigt auch das Weiterbildungsangebot innerhalb unserer Firma. Wir haben neben SCRUM Master, Product Owner und OKR-Management auch weiterhin Kurse für Projektmanagement Basic und Projektmanagement Professionell.

    Aus meiner Sicht macht daher eine Aus-/Weiterbildung weiterhin Sinn, wenn man sich die Skills aneignen möchte und später auch Berührungspunkte zu Projekten hat.

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